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Deutsche Hilfe für serbische Infrastruktur
Schwerpunkte der KfW-Projekte liegen in der Energiewirtschaft, in der
Wasserversorgung und im Finanzsektor
Belgrad (bfai) - Deutschland unterstützt die Transformation in Serbien mit
zahlreichen Projekten im Rahmen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Zwischen
2000 und 2007 sind Zusagen für Vorhaben in Höhe von 600 Mio. Euro gegeben
worden. Der größte Teil davon wird im Aufrag der Bundesregierung von der KfW
Entwicklungsbank abgewickelt. Stand am Anfang die Sicherung der Versorgung der
Bevölkerung im Zentrum, so gewinnen jetzt langfristige Investitionen, etwa zur
Rehabilitierung der Infrastruktur, mehr und mehr an Gewicht.
(Kontaktanschriften)
Das Portfolio der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für seit 2000
zugesagte und geplante Vorhaben der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) der
Bundesregierung mit Serbien beläuft sich auf 470 Mio. Euro. Sofern das Land
seinen Reformweg fortsetzt, könne in den nächsten Jahren mit einer Fortsetzung
der FZ-Unterstützung auf ähnlichem Niveau gerechnet werden, sagte Dr. Elke
Hellstern, Leiterin der KfW Entwicklungsbank in Serbien, bei einer Veranstaltung
der Deutschen Wirtschaftsvereinigung in Belgrad (DWB). Alle Aufträge im
Zusammenhang mit dem Programm werden grundsätzlich international ausgeschrieben.
Deutsche Unternehmen kommen aber nach Worten von Hellstern gut zum Zuge. Sie
hätten sich bisher als sehr wettbewerbsfähig erwiesen.
Zu den Schwerpunkten in Serbien gehörten bisher Projekte im Energiesektor
(280 Mio. Euro), zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung und der
Abwasserentsorgung (65 Mio. Euro) sowie zur Förderung des Finanzsektors (125
Mio. Euro). Prioritäten waren anfangs Soforthilfeprogramme, um die
Lebensqualität der Bevölkerung etwa bei der Versorgung mit Wasser, Wärme und
Strom zügig zu verbessern. Zunehmend wichtig würden jetzt aber die nachhaltige
und umweltfreundliche Ressourcennutzung und die Verbesserung der
Managementfähigkeit der öffentlichen und kommunalen Betriebe, so Hellstern.
Projekte zur Verbesserung der Wasserversorgung, die in zwölf serbischen
Städten durchgeführt werden, hatten ein Finanzierungsvolumen von 63 Mio. Euro.
Dabei geht es vor allem um Maßnahmen zur Reduzierung der Wasserverluste und
verbessertes Management der Wasserwerke. Als Berater waren herfür unter anderem
SETEC, Gauff und CSP tätig. Nächster Schritt in diesem Bereich werden Vorhaben
zur Abwasserentsorgung und -klärung sein.
Als ein bedeutendes Projekt im Energiesektor galt die Erschließung der
Braunkohlemine Tamnava West zur Sicherstellung der Kohleversorgung serbischer
Kraftwerke mit Brennstoff dar. Zu den Maßnahmen gehörte die Rehabilitierung und
Neuanschaffung von Baggern, Förderanlagen und anderem Minengerät. Das Vorhaben
hatte ein Volumen von 46 Mio. Euro, dass die KfW gemeinsam mit der EBRD
finanzierte. Als Consultant für das Projekt wurde RWE ausgewählt. Lieferanten
waren unter anderem TAKRAF Leipzig, FAM Magdeburg, ABB Cottbus und zahlreiche
mittelständische Zulieferer aus Deutschland.
Wichtige Neuvorhaben beziehen sich auf die Verbesserung der Energieeffizienz
und Umweltmaßnahmen bei Kraftwerken. Dazu zählt beispielsweise die
Rehabilitierung von Kohlemühlen im Kraftwerk Nikola Tesla und Maßnahmen zum
Transport und zur Deponierung von Asche in Kostolac. Das Vorhaben hat ein
Volumen von 46 Mio. Euro. Der Consultant ist Vattenfall. Das Projekt "hängt"
derzeit allerdings, weil das Parlament zu dem KfW-Darlehen ein Garantiegesetz
verabschieden muss. Über das Gesetz kann erst nach den Neuwahlen im Mai 2008
beraten werden, wenn sich das serbische Parlament neu konstituiert hat.
Ein offenes Programm im Energiebereich ist die Förderung der
Fernwärmeversorgung in serbischen Städten. Es sind Belgrad, Nis, Novi Sad,
Kragujevac, Sombor, Zrenjanin, Pirot und Kraljevo. Ziel ist die
Verlustreduzierung bei den Netzwerken, Unterstationen und Kesseln sowie als
schwierigster Schritt auch die Einführung verbrauchsabhängiger Tarife.
Consultants bei diesem Projekt mit einem Volumen von 40 Mio. Euro sind MVV
Mannheim und Euroconsult.
Portfolio der KfW in Serbien (Vorhaben der Finanziellen Zusammenarbeit)
| Förderbereich/Vorhaben |
Zusagejahr |
Volumen (in Mio. Euro) |
| Wasserversorgung |
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| .Verbesserung der Wasserversorgung in zwölf Städten |
2001 bis 2007 |
65 |
| Energie |
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| .Stromimporte |
2000 bis 2001 |
21 |
| .Kohleförderung |
2003 |
25 |
| .Soforthilfe Kraftwerke und Minen |
2000/2001 |
51 |
| .Rehabilitierung Wasserkraftwerk |
2003 |
30 |
| .Umweltmaßnahmen ..Energiebereich |
2004 |
46 |
| .Fernwärmeversorgung (sieben Städte) |
2001 bis 2006 |
40 |
| Förderung des Finanz- und Privatsektors |
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| .KMU- und KGF-Fonds |
2001 bis 2007 |
51 |
| .ProCredit Bank |
2001 bis 2003 |
24 |
| .Einlagensicherungsfonds |
2005 |
10 |
| .Förderung kommunaler Infrastruktur |
2007 |
51 |
| Studien, regionale Vorhaben, Vorhaben in Vorbereitung |
| 56 |
| Zugesagte bzw. geplante Vorhaben, insg. |
| 470 |
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